Transnationales Fachgespräch am 16.10.2018 in Mainz

„Wie gestalte ich die Welt der Grundbildung mit? Kritische Reflexion von Begriffen und ihrer Wirkung“: Unter diesem Motto führte das Projekt GrubiNetz mit Expertinnen und Experten der rheinland-pfälzischen Weiterbildung und der Fachgruppe Basisbildung des österreichischen Bundesinstituts für Erwachsenenbildung (bifeb) ein transnationales Fachgespräch durch. Denn in der Grundbildungsarbeit spielt Sprache eine zentrale Rolle und es stellt sich die Frage, was es eigentlich für einen Menschen bedeutet, wenn er als „funktionaler Analphabet“ oder „Bildungsbenachteiligter“ bezeichnet wird. An dem Fachgespräch beteiligten sich rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik, die daran arbeiten, dass möglichst viele Erwachsene besser lesen und schreiben lernen und darüber hinaus Kompetenzen erwerben, um ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft führen zu können.

Sonja Muckenhuber, Mitglied der österreichischen Fachgruppe Basisbildung, erklärte in ihrer Einführung zum transnationalen Austausch gemeinsam mit Steffi Rohling, Direktorin des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz, wie es vor fünf Jahren zur transnationalen Zusammenarbeit kam: Nach verschiedenen Gesprächen fand das erste Treffen im bifeb am Wolfgangsee statt und es wurde sehr schnell klar, dass hier eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist: Haltung und Sprache wurden schon bald zu den

wichtigsten Themen der Diskussionen. Fragen zur Definition von Basisbildung und das Hinterfragen des eigenen Tuns mit einem Blick auf die Arbeit im jeweiligen Nachbarland wurden bei den jährlichen Treffen reflektiert.

Diese Themen sollten nun auch Bestandteil des transnationalen Fachgesprächs in Mainz sein. Zunächst in

Tischgruppengesprächen und später im Plenum wurden Fragen und Begriffe diskutiert, mit denen die verschiedenen Teilnehmer*innen in ihrer alltäglichen Arbeit zu tun haben, um die Wirkung von Begriffen in der Grundbildungsarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Nach einer Kurzpräsentation der Ergebnisse eröffnete Moderatorin Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin von ARBEIT&LEBEN gGmbH, Projektträgerin von GrubiNetz, die Diskussion im Plenum, an der sich unter anderem:

Prof. Dr. Wibke Riekmann (Medical School Hamburg)

Assoc.Prof. Mag. Dr. Monika Kastner (Universität Klagenfurt)

Gundula Frieling (Deutscher  Volkshochschul-verband e.V.)

Mag. Dr. Thomas Fritz (VHS Wien und Mitglied der österreichischen Fachgruppe Basisbildung am bifeb)

Steffi Rohling (Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.) beteiligten.

 

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